Fukushima mahnt – Tihange jetzt Abschalten

Rückblick Fukushima 11. März 2011; Ein Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami führten damals zur Kernschmelze und zweitgrößten  Katastrophe der Atomenergie nach Tschernobyl. Fukushima verschwindet aus dem Bewußtsein von den allermeisten Menschen weltweit. So bleiben nur noch leidende Opfer, insbesondere geflohene Mütter und Kinder schutzlos sind einem ungerechten Schicksal ausgeliefert.

Nach ausführliche Recherchen ist festzustellen dass die japanische Regierung  ca. 16 Milliarden Euro für die Olympiade 2020 in Tokyo ausgeben wird, wobei ca. 3,45 Milliarden Euro als Einnahmen durch die Veranstaltung zu erwarten sind. Mit anderen Worten, ca. 11,92 Milliarden Euro, d.h. mehr als Dreiviertel der gesamten gigantischen Veranstaltungskosten werden aus den japanischen Steuern bezahlt damit einige Konzerne daran Geld verdienen.

Aber seltsame weise will die „japanische Regierung für die aus Fukushima geflohenen Mütter und Kinder kein Geld ausgeben. Sie holt sie sogar mit allen gemeinen psychischen und physischen Druckmitteln und Tricks wieder nach Fukushima zurück. So sind von den aus Fukushima geflohenen 17.895 Kindern mehr als Hälfte, nämlich 9.271 Kinder wieder nach  Fukushima zurückgeholt worden. Damit  bleiben nur noch 8.624 Kinder am Fluchtort außerhalb von Fukushima. Diese Mütter wollen trotz aller Schwierigkeiten weiterhin unbedingt ihre Kinder vor der atomaren Strahlungsgefahr schützen. Dabei werden sie sogar immer mehr von den ahnungslosen Mitbürgern kalt belächelt, als ob sie die Schuldigen und Dummen wären! So läuft alles in allem wie geplant und gewollt von der Regierung!“ so Schreibt Prof. Kazuhiko Kobayashi Karen Modersohn-Kluth (KV Vorstand Bündnis90/Grüne Gelsenkirchen) in einen Brief aus Toyko zum diesjährigen Jahrestag Fukushima.

In Deutschland hat man oft den Eindruck, dass diesen Thema durch den beschlossenen Atomausstieg abgehakt sei, aber Tatsache ist, dass NRW sich bis heute immer noch in der Atom Diskussion befindet. In Gronau wird Uran angereichert und damit der Brennstoff für Atomkraftwerke hergestellt und durch NRW transportiert. Bündnis 90/die Grünen Gelsenkirchen weisen darauf hin, dass, in unserer Nachbarschaft 170 KM von Gelsenkirchen nur entfernt liegt  Tihange in Belgien  und Fessenheim in Frankreich sind es circa 400 km. Das sind zwei aktive Kernkraftwerke die von Fachleuten als gefährlich eingestuft werden.

In belgischen Tihange und Doel steht es fest, dass die Reaktoren Risse im Bauwerk haben und mit ruhigen Gewissen als Schrottreaktoren bezeichnet werden können. Seit letzte Woche Montag werden Belgien kostenlose Jod Tabletten verteilt.  Atomkonzerne verdienen jeden Tag Millionen auf dem Rücken von Mensch und Umwelt, ohne Skrupel und Verantwortung für die Gesundheit der jetzigen und der nachfolgenden Generationen.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen fordern deshalb von der Bundesregierung, sich konsequent

  • für die sofortige Abschaltung der Schrottreaktoren Tihange und Fessenheim einzusetzen,
  • für einen europäischen Atomausstieg stark zu machen,
  • auf einen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie hinzuwirken.