Die RatsfraktionBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN spricht sich für Olympische und Paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr und in Gelsenkirchen aus. Wir sind überzeugt, dass diese Bewerbung die Chance bietet, Olympische und Paralympische Spiele sozial gerecht, ökologisch verantwortungsvoll und demokratisch zu gestalten und dass die Gelsenkirchener*innen und die Stadt von der Ausrichtung profitieren werden. Ein Ja ist für uns der politische Auftrag, genau die genannten Maßstäbe verbindlich durchzusetzen.
Für uns in Gelsenkirchen ist der Beitrag klar umrissen. Vorgesehen ist die Ausrichtung der Schwimmwettkämpfe, Synchronschwimmen, Turmspringen und Wasserball sowie aller Paralympischen Schwimmwettkämpfe in der Veltins-Arena. Um diese als Austragungsort zu ertüchtigen, werden ausschließlich Mittel aus dem „Games Budget“ eingesetzt und keine Mittel aus dem Haushalt der Stadt Gelsenkirchen. Die derzeitigen Kostenpläne gehen davon aus, dass auch die Durchführungskosten vollständig von den Einnahmen gedeckt werden können.
Schon zu anderen Sport-Großereignissen, wie zuletzt der Herren-Fußball-EM, haben wir unter Beweis gestellt, dass die Sportstadt Gelsenkirchen eine sympathische und kompetente Host-City ist. Wir erwarten und unterstützen eine enge Kooperation mit Gelsensport und Rahmenprojekte, die die Aufmerksamkeit für Olympia aufgreifen, um für den lokalen Sport zu werben und so den Vereins-, Breiten- und Nachwuchssport zu stärken. Genauso wäre eine Offensive für den Schwimmunterricht für Kinder eine naheliegende Initiative.
Mit der Bewerbung können wir zeigen: Wir wollen Begegnung, gegenseitiges Kennenlernen und Kulturaustausch in unserer Stadt ermöglichen und so auch langfristig den Tourismus stärken. Um die kommunale Infrastruktur zu verbessern, kann Olympia Anlass und Zielperspektive zugleich sein und bereits geplante Prozesse auch beschleunigen. Richtschnur für Planung und Umsetzung ist, dass Maßnahmen sozial verträglich, ökologisch verantwortungsvoll und in die Stadtentwicklung eingebettet erfolgen.
Als Ruhrgebietsstadt ist Gelsenkirchen Teil einer dichten Sport- und Trainingsinfrastruktur über Stadtgrenzen hinweg. Die gemeinsame Bewerbung und mögliche gemeinsame Austragung der Spiele stärken diese regionale Zusammenarbeit, statt Konkurrenz zwischen Kommunen zu fördern.
Wir wissen: Olympische Spiele sind nicht unumstritten – unter anderem wegen ökologischer Schäden, sozialer Verdrängung und mangelnder Transparenz. Die Bewerbung KölnRheinRuhr zeigt bereits jetzt, dass sie nachhaltige und transparente Wege geht. Als einzige Bewerberregion sollen in allen am Konzept beteiligten Kommunen die Bürger*innen in Ratsbürgerentscheiden über die Bewerbung entscheiden. Zudem verfolgt sie einen Ansatz, der sich deutlich von früheren Austragungsmodellen unterscheidet. Das wird durch die seit 2021 geltende und in Paris erstmals zum Tragen gekommene Reformagenda „Olympic Agenda 2020+5“ des Internationalen Olympischen Komitees unterstützt.
Das Konzept setzt auf eine dezentrale Ausrichtung, die Nutzung bestehender Infrastruktur und einen weitgehenden Verzicht auf Neubauten. Olympische und Paralympische Spiele werden von Beginn an gemeinsam gedacht und gleichberechtigt behandelt werden. Damit besteht die Möglichkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und soziale Standards frühzeitig zu verankern und konsequent umzusetzen.
Die vorgesehenen 17 Bürgerentscheide in den an der Bewerbung beteiligten Städten, sind das Fundament für eine umfassende demokratische Beteiligung. Damit können auch Sie hier in Gelsenkirchen frühzeitig über den weiteren Weg der Bewerbung entscheiden.
Nutzen Sie dieses verbindliche demokratische Instrument. Beteiligen Sie sich am Ratsbürgerentscheid und bringen Sie Ihre Perspektive ein!
Bitte beachten Sie:
Der Bürgerentscheid ist eine reine Briefwahl! Sie müssen rechtzeitig vor dem 19. April die Unterlagen zur Post oder zum Wahlamt gebracht haben.
Weitergehende Infos erhalten Sie auf der Homepage der Stadt Gelsenkirchen: https://www.gelsenkirchen.de/de/Rathaus/Wahlen/Ratsbuergerentscheid_Olympia/
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