GRÜNE sehen sich durch KiTa-Bedarfsplanung in Kritik an Folgen für Schaffrath bestätigt

Foto: Anna-Lisa Konrad

Die GRÜNEN kritisierten bekanntlich den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan für das Gelände Heilig-Geist-Kirche in Schaffrath. Auch, weil die Zukunft der KiTa-Versorgung auf diesem Gelände nach der Schließung der dortigen KiTa nicht geregelt wird. Nun ist die KiTa-Bedarfsplanung veröffentlicht, weshalb sich die GRÜNEN im Bezirk West in ihrer Haltung bestätigt fühlen. Aus ihrer Sicht lässt der Jugendentwicklungsplan für Schaffrath nichts Gutes erahnen, da Beckhausen-West ohnehin schon deutlich unterversorgt ist.

Mirco Kranefeld, Bezirksfraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Bezirk West, erläutert: „Beckhausen West hat eine KiTa-Platz-Versorgung von nur 20 % im U3- und von 80 % im Ü3-Bereich. Dies sind viel schlechtere Werte als im Stadtmittel. Für Schaffrath direkt sieht es dann noch düsterer aus. Und in dieser Situation soll die KiTa Giebelstraße ohne aktuelle Ersatzregelung für Schaffrath abgewickelt werden. Das ist unverantwortlich.“

Die GRÜNEN machen bei Ihrer Kritik darauf aufmerksam, dass die Verwaltung die Werte perspektivisch auf 30 % bei der U3- sowie auf fast 100 % bei der Ü3-Betreuung ausbauen will. Diese Ziele passen mit dem Vorgehen in Schaffrath, wo die Stadtverwaltung zu wenig Gestaltungsanspruch bezüglich des ehemaligen Kirchengeländes habe, nicht zusammen.

Nach Ansicht der Grünen im Westen benötigen Schaffrath im Speziellen und Beckhausen West im Allgemeinen perspektivisch mehr statt weniger KiTas. Dies macht auch Kranefeld nochmal deutlich: „Wer seine eigenen Ziele ernst nimmt, der muss auch entsprechend handeln. Deshalb muss sich die Verwaltung dringend überlegen, wie sie die Versorgung mit KiTa-Plätzen direkt in Schaffrath sicherstellen will. Wenn am alten KiTa-Standort kein Ersatz geschaffen wird, muss die Stadt sich um einen anderen Standort im Quartier kümmern. Sonst führt sie ihre Ziele ad absurdum! „

Artikel kommentieren